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09.01.11

Schweiz verliert trotz starkem Auftritt

Die Schweizer Nationalmannschaft hat das letzte Spiel des 39. Yellow Cup in Winterthur gegen Slowenien mit 37:39 verloren und belegt damit den dritten Schlussrang. In der attraktivsten Begegnung des ganzen Turniers zeigte die SHV-Auswahl eine ausgezeichnete Vorstellung und lag verdientermassen bis zur 57. Minute in Führung. Dann jedoch folgte ein verhängnisvoller Einbruch.

Die Schweiz zeigte nach der deutlichen Niederlage vom Samstag eine starke Reaktion. Im Spiel um den zweiten Platz präsentierte sich die SHV-Auswahl von Beginn an hellwach und erspielte sich schon nach 100 Sekunden eine 3:0-Führung. Vor allem die Rückraumreihe mit David Graubner, Andy Schmid und Marko Vukelic war im Vergleich zum Norwegen-Spiel kaum wiederzuerkennen. Die Angriffe wurden präzis und mit viel Tempo vorgetragen, was den Slowenen sichtlich Mühe bereitete. Als Alen Milosevic nach neun Minuten schon auf 9:4 erhöhte, sah sich der slowenische Trainer Boris Denic gezwungen, eine frühe Auszeit zu nehmen.

Seine Mannschaft fing sich in der Folge auf und bot den Zuschauern zusammen mit  dem Heimteam ein wahres Offensivspektakel. Den Ton gaben in der schnellen Partie aber weiterhin die Schweizer an, die mit David Graubner den besten Spieler auf dem Platz hatten. Der linke Rückraumspieler der Kadetten lieferte eine perfekte Vorstellung ab und erzielte zehn Tore – ohne einen einzigen Fehlwurf. Die Stärke im Spiel der Schweizer lag aber vor allem im unberechenbaren Kollektiv. Ob über die Gewaltswürfe von Marko Vukelic, die Kreisanspiele von Andy Schmid auf Alen Milosevic oder über die schnelle Auslösung nach einem Ballgewinn: Die Schweizer fanden immer wieder neue Wege, um den slowenischen Abwehrverbund auszuspielen. Und weil auch Remo Quadrelli im Tor eine gute erste Halbzeit spielte, lag die Schweiz zur Pause folgerichtig mit 20:17 in Führung.

Die Schweizer nahmen den Schwung in die zweite Halbzeit mit und bauten die Führung bis zur 34. Minute auf 23:18 aus. Die Slowenen, bei denen nun aber der zehnfache Torschütze Nenad Bilbija gross auftrumpfte, liessen sich nicht mehr weiter abschütteln. Weil beide Teams ihre Verteidigungen etwas vernachlässigten, fiel beinahe in jedem Angriff ein Tor – ohne dass sich am Abstand etwas änderte: Die Schweiz lag auch nach 46 Minuten noch mit 32:28 in Führung. Dann aber folgte ein folgenschwerer Bruch im Spiel der SHV-Auswahl, der Slowenien wieder den Anschluss ermöglichte. Zwar stemmte sich David Graubner mit drei Toren in Serie noch gegen die drohende Wende, doch zwei Minuten vor Schluss ging Slowenien zum ersten Mal überhaupt mit 37:36 in Führung. Und die Osteuropäer liessen sich den Erfolg schliesslich nicht mehr nehmen.

Schweiz – Slowenien 37:39 (20:17)
Eulachhalle, Winterthur – 1500 Zuschauer – Sr. Al-Marzouqi/Al-Nuaimi.
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 5:2, 6:2, 6:4, 9:4, 10:5, 10:7, 11:8, 11:9, 13:9, 14:11, 14:12, 15:13, 16:13, 16:15, 17:15, 17:16, 18:17, 20:17; 20:18, 23:18, 25:20, 26:21, 27:22 (38.), 27:24, 28:25, 29:26, 30:27, 32:28 (46.), 32:31, 33:31, 33:33, 34:33, 35:34, 36:35 (57.), 36:39, 37:39.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz; Disqualifikation (Pucelj/60./Foul) gegen Slowenien.
Schweiz: Quadrelli/Merz (für 1 Penalty); Goepfert, Schmid (3), Graubner (10), Liniger (6/1), Milosevic (3), Buri (1), Vukelic (7), Svajlen (4), Parolo, R. Schelbert, Bächtold (1), Stalder (1), M. Schelbert (1).
Slowenien: Vran; Bajram (2), Bilbija (10), Barisic, Miklavcic (6), Razgor (3/ 3), Pucelj (1), Flajs (2), Abrahamsberg (3), Bombac (1), Dolenec (4/2), Skube (3), Susin (1), Podvrsic (2), Bezjak (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Kurth, Ursic, Fellmann (alle verletzt), Scheuner und Stauber (beide überzählig). Quadrelli hält Penaltys von Dolenec (7./6:3 und 23./16:13). Vran hält Penalty von Schmid (20./14:12). Timeouts: Schweiz (24./16:13), Slowenien (9./9:4).



Kategorie: Yellow Cup News

Von: shv


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